Die Wochenstation
Die Geburt eines Kindes ist wie der Beginn der Blütezeit einer Blume...
Wochenbett...- die Zeit der Erholung von der Geburtsarbeit, die Zeit des Kennenlernens von Eltern und Kind...der Beginn einer schönen, anstrengenden, auf jeden Fall aber bereichernden Zeit.
Wir möchten Sie ein Stück auf diesem Weg begleiten, Ihnen während Ihres Aufenthaltes hier bei uns im Kreiskrankenhaus Emmendingen hilfreich zur Seite stehen.
Wir arbeiten seit 1997 nach dem Prinzip der integrativen Wochenpflege.
Was bedeutet integrative Wochenpflege?
Mutter und Kind sind eine Einheit, gehören zusammen und werden gemeinsam von einer Pflegekraft im Rahmen der täglichen Wochenbettvisiten betreut. In unserem Team arbeiten Gesundheits- und Krankenpflegerinnen, Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen sowie Hebammen.
Ein Neugeborenes gehört zu seiner Mutter, deshalb bleibt es nach der Geburt möglichst bis nach dem ersten Anlegen bei ihr. Auch auf der Wochenstation kann es 24 Stunden bei Ihr sein (Rooming-in).
Schwerpunkte unserer Arbeit bilden die Beratung und Hilfestellung für die Pflege Ihres Kindes. Wir fördern das Stillen, mehr als 90% unserer Wöchnerinnen stillen ihr Kind voll. Dennoch ist Stillen kein Zwang: wir akzeptieren die Entscheidung einer Mutter ihr Kind nicht zu stillen und unterstützen sie in allen Ernährungsfragen.
Unsere Stillbeauftragte, Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin Gertrud Kußmann, bietet zusätzlich Beratungsgespräche an, sowohl für Schwangere als auch für Wöchnerinnen.
Regelmäßige Fortbildung in allen Themen des Wochenbetts und der Stillzeit ist für uns alle selbstverständlich. Einzelne Mitarbeiterinnen unseres Teams haben sich darüber hinaus in Neugeborenenmassage, Fußreflexzonenmassage für Mutter und Kind, Gesichtsstimulation beim Neugeborenen und Ernährungsberatung weitergebildet und bieten diese Themen im Rahmen unserer Elternschule in Kursen an.
Die Vorsorgeuntersuchung U2 wird von den Kinderärzten aus Emmendingen und Umgebung bei uns durchgeführt. Weiter führen wir bei allen Kindern ein Hörscreening durch (Messung otoakustisch evozierter Potentiale OAE) zur Früherkennung angeborener Hörschäden durch.
Unser Team hat sich nach intensiven Überlegungen gemeinsam mit der ärztlichen Abteilungsleitung entschieden, nicht die Zertifizierung zum stillfreundlichen Krankenhaus anzustreben. Wir setzen die Stillrichtlinien der WHO zur optimalen Stillförderung, um entsprechend den Bedürfnissen von Mutter und Kind. Wir sehen aber die Gefahr, dass durch die strengen und einseitigen Richtlinien der Stillkommission die Individualität von Mutter und Kind nicht ausreichend beachtet werden kann. Wir wollen niemanden in ein Raster pressen, nur um "Vorgaben" zu erfüllen. Deshalb werden Sie die Plakette für das stillfreundliche Krankenhaus bei uns nicht finden. Seien Sie aber versichert, dass wir alles tun werden, um Ihre Bedürfnisse und die Ihres Kindes bestmöglich zu befriedigen!

