Liebe Patientin, lieber Patient,                                                              

im Rahmen einer Umstellung unserer IT-Systeme kam es zu einer Verletzung des Schutzes personenbezogener Daten, die auf menschliches Versagen zurückgeht.

Alle Betroffenen wurden inzwischen persönlich und schriftlich von uns informiert.

Wichtig vorab: Für Sie besteht kein akuter Handlungsbedarf. Bitte seien Sie lediglich wachsam gegenüber etwaigen ungewöhnlichen Vorgängen im Zusammenhang mit Ihren Daten und beachten die Hinweise unten („Welche Folgen sind möglich?“).

Was ist genau geschehen?

Durch eine Fehlbedienung unserer Systeme und entgegen unserer Richtlinien kam es zu einer Offenlegung personenbezogener Daten eines Teils unserer Patientinnen und Patienten gegenüber Unbefugten. Dies geschah durch unverschlüsselten Versand an eine E-Mail-Adresse von Googlemail, von der uns bislang nicht bekannt ist, wer sie innehat und wer eventuell sonst noch Zugriff auf das Postfach hat.
Es gibt derzeit keine konkreten Hinweise auf kriminelle Absichten eines Beteiligten.
 

Welche Ihrer Daten sind betroffen?

In keinem Datensatz sind Befunde, Diagnosen, Arztbriefe, Bilddaten (z. Bsp. Röntgenaufnahmen) oder Zahlungsdaten (Bankverbindung, Kreditkarteninfos) enthalten.
Vom Vorfall betroffen sind folgende personenbezogene Daten: Name, Vorname, Anrede, Geburtsdatum, Geschlecht, Nationalität, Adresse, Entlassdatum des letzten Aufenthaltes im Kreiskrankenhaus sowie die Angabe, ob es sich um einen ambulanten oder einen stationären Aufenthalt handelt. Teilweise erfasst sind Geburtsname, Konfession, Telefonnummer, Familienstand und Titel sowie ggf. Hinweise zu Risiken von Patienten (sog. CAVE-Angaben, z.B. zu Unverträglichkeiten oder Allergien).
 

Welche Maßnahmen haben wir ergriffen?

Wir haben sofort alle erforderlichen und zumutbaren Schritte eingeleitet, um auf eine Löschung der Daten hinzuwirken.

Welche Folgen sind möglich?

Möglicherweise hat die zufällige Empfangsperson den Erhalt der Daten (in einem Anhang der versandten Email) selbst gar nicht bemerkt oder diese sogar (als „Spam“) ungesehen gelöscht. Aus Vorsicht weisen wir gleichwohl darauf hin, dass diese Daten missbräuchlich verwendet werden könnten und raten zu Aufmerksamkeit. Die Daten sind aufgrund der Nutzung eines US-Emaildienstleisters in einen Staat gelangt, der nicht direkt den europäischen Datenschutzbestimmungen unterliegt. Deswegen kann eine Weiterübermittlung nach Maßgabe ausländischen Rechts nicht vollständig ausgeschlossen werden.

Sollten Sie verdächtige oder auffällige Vorgänge im Zusammenhang mit Ihren personenbezogenen Daten bemerken, wenden Sie sich in einem solchen Fall sofort an die Polizei und auch gerne an uns.

Was können wir jetzt für Sie tun?

Alle Betroffenen wurden persönlich und schriftlich von uns informiert.

Wir haben die Ermittlungsbehörden informiert und professionelle Berater engagiert, um angemessen auf den Vorfall zu reagieren. Außerdem stehen wir mit dem Landesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit Baden-Württemberg in Kontakt.

Zur Unterstützung und Information hat das Krankenhaus eine zentrale Anlaufstelle eingerichtet.

Email: ds-vorfall@krankenhaus-emmendingen.de

Sie können dabei Ihre Schreiben durch Nutzung unseres Verschlüsselungsdienstes, den sie hier finden, verschlüsselt an uns übertragen.

Bitte geben Sie bei Nachrichten Ihren Namen, Vornamen, Geburtsdatum sowie den oben in der Betreffzeile Ihres Betroffenenschreibens genannten Code an.

Hotline: 07641 - 454 2288

Erreichbar ist diese Montag bis Freitag von 9.00 bis 13.00 Uhr.

Über aktuelle Entwicklungen informieren wir Sie an dieser Stelle.Unseren Datenschutzbeauftragten Herrn Rechtsanwalt Harald H. Schäfers erreichen Sie unter harald.schaefers@beckerprojectconsulting.com (PGP-Schlüssel auf www.beckerprojectconsulting.com, dort unter Datenschutz https://beckerprojectconsulting.com/datenschutz/) oder über unsere Postadresse (Sie können die Absenderangabe auf dem Umschlag weglassen, die Briefe werden nur vom Datenschutzbeauftragten geöffnet). Verwenden Sie den Zusatz „der Datenschutzbeauftragte“.

Wir bedauern diesen Vorfall sehr. Das Vertrauen unserer Patienten in unsere Arbeit und den ordnungsgemäßen Umgang mit Ihren personenbezogenen Daten ist von hohem Wert für uns! Wir setzen alles daran, dass ein solcher Zwischenfall zukünftig nicht mehr vorkommt.